RAT Potsdam · Gebäudeservice für Gewerbe & Immobilien0176 14119790 · info@rat-potsdam.de
Gemeinschaftsfläche

Treppenhausreinigung in Potsdam

Das Treppenhaus ist die Fläche, über die sich in einem Wohnhaus am häufigsten beschwert wird. Nicht weil sie besonders schwierig zu reinigen wäre, sondern weil jede Partei sie täglich sieht und jede Partei eine andere Vorstellung davon hat, was sauber bedeutet.

Turnus im Aushang sichtbarEintragszone zuerstGeländer als eigene Position
Der eigentliche Konflikt

Warum Beschwerden im Treppenhaus fast nie am Ergebnis liegen

In den allermeisten Fällen ist nicht die Reinigung mangelhaft, sondern die Erwartung ungeklärt. Eine Partei rechnet mit wöchentlich gewischten Stufen bis ins Dachgeschoss, die Verwaltung hat vierzehntägig bis zum zweiten Obergeschoss beauftragt.

Wir lösen das über einen Aushang, der Turnus, Umfang und Ausschlüsse benennt und im Eingang hängt. Sobald Bewohner nachlesen können, was vereinbart ist, verschiebt sich die Diskussion von der Ausführung zur Beauftragung, und dort gehört sie hin.

Für die Verwaltung bedeutet das weniger Rückfragen. Für uns bedeutet es eine klare Leistungsgrenze, an der wir gemessen werden können.

Was in einen Treppenhausvertrag gehört

  • Etagen von bis, einschließlich Dachgeschoss
  • Turnus getrennt nach Stufen und Geländer
  • Umgang mit Kellerabgang und Fahrradkeller
  • Fenster im Treppenhaus: Anzahl und Rhythmus
  • Eingangsmatte: reinigen oder tauschen
  • Umgang mit abgestellten Gegenständen
  • Wasserentnahme und Stromanschluss im Haus
Belastungsgefälle

Warum das Erdgeschoss anders behandelt wird als das Dachgeschoss

Ein einheitlicher Turnus über alle Etagen bedeutet fast immer, dass unten zu wenig und oben zu viel gereinigt wird.

Eingang und Erdgeschoss

Hier landet praktisch der gesamte Schmutzeintrag aus Straße, Hof und Streugut. Diese Fläche trägt die Wahrnehmung des ganzen Hauses und verträgt den kürzesten Abstand.

Mittlere Geschosse

Gleichmäßige, moderate Belastung durch Durchgangsverkehr. Ein mittlerer Turnus reicht, solange die Randzonen mitgenommen werden.

Oberste Etagen und Dachgeschoss

Deutlich weniger Frequenz, dafür mehr Staub auf Geländern und Fensterbänken. Hier ist ein größerer Abstand vertretbar, wenn er ausdrücklich vereinbart ist.

Kellerabgang

Feucht, oft schlecht beleuchtet und gern als Abstellfläche genutzt. Gehört nur dazu, wenn er im Vertrag genannt ist.

Leistungsverzeichnis

Alle Positionen, über die im Haus diskutiert wird

Dieses Verzeichnis ist zugleich der Text, der als Aushang im Eingang hängen kann. Es beendet die meisten Diskussionen, bevor sie entstehen.

Stufen und Podeste

  • Stufen aller vereinbarten Etagen
  • Zwischenpodeste vollflächig
  • Setzstufen bei Bedarf
  • Randzonen und Ecken
  • Sockelleisten abschnittsweise
  • Antrittsstufe im Eingang
  • Kellerabgang nach Vereinbarung
  • Dachbodenaufgang nach Vereinbarung

Geländer und Handlauf

  • Handlauf vollständig
  • Geländerstäbe
  • Geländerunterkante
  • Wandhandlauf
  • Griffzonen an Übergängen
  • Metallteile materialgerecht
  • Holzteile ohne stehende Nässe
  • Sichtprüfung auf Lockerungen

Eingang und Zugang

  • Hauseingangstür beidseitig
  • Klingel- und Briefkastenanlage
  • Eingangsmatte und Untergrund
  • Windfang und Vorraum
  • Glasflächen im Griffbereich
  • Bodenrost und Abstreifer
  • Außenpodest bis zur Stufe
  • Hinweisschilder und Aushangkasten

Nebenflächen

  • Fahrradkeller Bodenfläche
  • Kinderwagenraum
  • Waschküche Bodenfläche
  • Trockenraum
  • Müllraum innen
  • Kellergang nach Vereinbarung
  • Zählerraum Bodenfläche
  • Aufzugsvorplatz je Etage

Periodisch

  • Treppenhausfenster innen
  • Treppenhausfenster außen
  • Heizkörper im Flur
  • Leuchten und Deckenauslässe
  • Türblätter der Wohnungstüren außen
  • Wandflächen im Griffbereich
  • Tiefenbearbeitung der Stufen
  • Geländer intensiv

Transparenz im Haus

  • Aushang mit Turnus und Umfang
  • benannte Ansprechperson
  • Meldeweg über die Verwaltung
  • Umgang mit abgestellten Gegenständen geregelt
  • Etagenabgrenzung schriftlich
  • Vertretung im Urlaubsfall
  • Begehung mit der Verwaltung
  • jährliche Anpassung

Etagen, Takt und Nebenflächen frei wählbar

Sie müssen nichts davon vollständig beauftragen. Wir streichen, ergänzen und takten einzelne Positionen unterschiedlich, bis das Verzeichnis zu Ihrem Objekt und Ihrem Budget passt. Das Ergebnis wird Vertragsbestandteil und ist damit auch die Grundlage, an der Sie uns messen.

  • wöchentlich
  • vierzehntägig
  • Erdgeschoss häufiger
  • mit Kellerabgang
  • ohne Kellerabgang
  • Fenster halbjährlich
  • Geländer monatlich
  • mit Müllplatz

Eigenes Verzeichnis zusammenstellen lassen

Treppenhausreinigung in einem Potsdamer Wohnhaus
Treppenhausreinigung: Der Eingangsbereich bestimmt den Eindruck des gesamten Hauses und bekommt den kürzesten Turnus.
Turnusvorschlag

Welcher Rhythmus zu welcher Hausgröße passt

Richtwerte aus der Praxis. Entscheidend bleibt die Begehung, weil Lage, Bodenbelag und Bewohnerstruktur stark variieren.

ObjektStufen und FlureGeländerFenster im Haus
Mehrfamilienhaus bis 8 Parteienalle 14 Tagemonatlichhalbjährlich
Mehrfamilienhaus ab 12 Parteienwöchentlichalle 14 Tagevierteljährlich
Haus mit Gewerbeeinheit im EGwöchentlich, EG zweimalalle 14 Tagevierteljährlich
Objekt mit Aufzugwöchentlichwöchentlich in der Kabinevierteljährlich
Ruhiges Haus mit 4 Parteienalle 14 Tagevierteljährlichhalbjährlich
Reibungspunkte

Vier Situationen, die im Treppenhaus regelmäßig zu Streit führen

Abgestellte Gegenstände

Kinderwagen, Schuhregale und Kartons stehen auf der zu reinigenden Fläche. Wir verrücken sie nicht eigenmächtig, sondern melden es der Verwaltung und reinigen drumherum.

Nasse Stufen im Winter

Zwischen Eintrag und nächstem Einsatz liegen Tage. Eine Reinigung kann Streugut nicht dauerhaft fernhalten, nur regelmäßig entfernen.

Ungeklärte Fensterfrage

Treppenhausfenster sind oft nicht im Vertrag, werden aber erwartet. Das muss als eigene Position benannt sein.

Kellerabgang ohne Vereinbarung

Er sieht aus wie Teil des Treppenhauses, ist aber vertraglich meist nicht enthalten. Ohne klare Regelung entsteht der Eindruck einer Schlechtleistung.

Fachliche Einordnung

Begriffe, die in Treppenhausverträgen präzise sein sollten

EtagenabgrenzungEintragszoneGeländerpflegeReinigungsaushangHandlauf und PodestNebenflächen

Podest ist ein Begriff, der häufig fehlt: Wer nur Stufen vereinbart, hat die Zwischenpodeste formal nicht beauftragt, und genau dort sammelt sich in vielen Häusern der meiste Schmutz.

Preisorientierung

Richtwerte nach Hausgröße und Rhythmus

Kalkuliert wird über Etagen und Parteien. Die Werte gelten für ein durchschnittliches Potsdamer Mehrfamilienhaus ohne Aufzug.

ObjektRhythmusRichtwert pro Monat
4 Parteien, 2 Etagenvierzehntägigab 95 bis 140 Euro
8 Parteien, 4 Etagenvierzehntägigab 150 bis 220 Euro
12 Parteien, 5 Etagenwöchentlichab 280 bis 390 Euro
20 Parteien mit Aufzugwöchentlich, Kabine täglichab 480 bis 650 Euro
Fenster im Hausflurhalbjährlich, je Elementab 6,50 Euro
Kellergang zusätzlichmonatlichab 45 Euro

Was den Monatswert beeinflusst

  • eine Gewerbeeinheit im Erdgeschoss verändert den Eintrag im gesamten Haus
  • Altbautreppen aus Holz oder Naturstein verlangen materialgerechtes und damit langsameres Arbeiten
  • ein vorhandener Wasseranschluss im Haus spart Transportzeit bei jedem Einsatz
  • abgestellte Gegenstände im Flur verlängern jeden Einsatz und sind der häufigste Reibungspunkt
  • Aufzug im Haus senkt den Zeitaufwand pro Etage bei höheren Gebäuden
  • ein Sammelauftrag über mehrere Objekte der Verwaltung senkt den Objektwert

Alle Angaben sind Richtwerte netto zuzüglich Umsatzsteuer, ermittelt aus abgeschlossenen Potsdamer Objekten vergleichbarer Größe. Ein verbindlicher Preis entsteht erst nach der Begehung, weil Zuschnitt, Zugang und Zustand der Fläche den Aufwand stärker bestimmen als die Quadratmeterzahl.

Reinigung von Handlauf und Geländer im Treppenhaus
Treppenhausreinigung: Handläufe und Geländer werden als eigene Position geführt, nicht als Beiwerk der Stufen.
Nachweis und Verantwortung

Warum Transparenz im Haus mehr bringt als jede Nachbesserung

In Wohnobjekten entstehen Beschwerden fast nie aus mangelnder Ausführung, sondern aus einer Erwartung, die nie schriftlich festgehalten wurde. Deshalb gehört zu unserem Auftrag ein Aushang, der Turnus, Umfang, Etagenabgrenzung und Ansprechperson benennt.

Meldungen laufen über die Verwaltung, nicht über Zuruf an die Mitarbeitenden im Haus. Das schützt beide Seiten: Die Verwaltung behält den Überblick, und unser Personal wird nicht zu Absprachen gedrängt, die vom Vertrag nicht gedeckt sind.

Eingesetzt wird dieselbe Person über längere Zeit. In einem Wohnhaus ist das ein Sicherheitsaspekt, weil Bewohner erkennen, wer regelmäßig im Haus unterwegs ist und wer nicht.

Regelwerke, an denen wir uns orientieren

DIN EN 13549
Grundlagen für die Qualitätsmessung von Reinigungsdienstleistungen
DGUV-Regelwerk
Arbeitsschutz und persönliche Schutzausrüstung im Einsatz
Gefahrstoffverordnung
Umgang, Kennzeichnung und Lagerung von Reinigungschemie
Nicht im Umfang

Was nicht zum vereinbarten Umfang gehört

Wir entfernen keine abgestellten Gegenstände anderer Personen, entsorgen keinen Sperrmüll aus Fluren, betreten keine Wohnungen und übernehmen keine Hausmeisterpflichten wie Lampenwechsel oder Zählerablesung. Auch das Entfernen von Aufklebern, Graffiti und Bohrlöchern an Wänden gehört zu gesonderten Leistungen.

Häufig gefragt

Fragen von Eigentümern und Verwaltungen

Hängen Sie einen Reinigungsplan aus?

Ja. Auf Wunsch stellen wir einen Aushang mit Turnus, Umfang und Ansprechpartner bereit, der im Eingang angebracht wird.

Was passiert bei einer Beschwerde einer Partei?

Die Meldung geht an die Verwaltung, nicht an unsere Mitarbeitenden vor Ort. Wir prüfen gegen den vereinbarten Umfang und melden das Ergebnis zurück.

Kann eine einzelne Etage häufiger gereinigt werden?

Ja, das ist bei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss üblich. Der abweichende Turnus wird im Vertrag und im Aushang gesondert ausgewiesen.

Passt dazu

Leistungen, die im Wohnobjekt dazugehören

Treppenhaus, Aufzug und Außenanlage werden bei Wohnobjekten meist gemeinsam vergeben.