Ganzglastüren und Trennwände
Höchste Sichtbarkeit, hohe Kontaktrate. Griffbereiche und Kanten sind hier wichtiger als die Mitte der Scheibe.
Glas ist die einzige Fläche im Gebäude, bei der ein Fehler sofort und aus jeder Entfernung sichtbar ist. Streifen entstehen fast nie durch schlechtes Werkzeug, sondern durch falsche Reihenfolge, zu viel Reiniger oder direkte Sonne.
Die häufigste Ursache ist zu viel Reinigungsmittel: Der Film trocknet an, bevor er vollständig abgezogen ist, und hinterlässt Schlieren. Die zweithäufigste ist Sonneneinstrahlung, die dasselbe bewirkt – nur schneller.
Wir arbeiten deshalb mit Einwascher und Abzug statt mit Sprühflasche und Tuch, planen sonnenbeschienene Seiten in die Randzeiten und wischen die Gummilippe nach jedem Zug ab. Das ist der gesamte Unterschied zwischen sauber und streifenfrei.
Nicht jede Glasfläche verträgt dasselbe Vorgehen – besonders bei Beschichtungen ist Vorsicht geboten.
Höchste Sichtbarkeit, hohe Kontaktrate. Griffbereiche und Kanten sind hier wichtiger als die Mitte der Scheibe.
Meist unproblematisch, aber häufig mit Folien oder Beschriftungen versehen, die kein Abziehen mit Klinge vertragen.
Außenseite mit Witterungsbelastung, Innenseite mit Fingerspuren – beide Seiten in einem Durchgang.
Sonnen- oder Sichtschutzbeschichtungen sind empfindlich gegen scheuernde Mittel und mechanische Bearbeitung.
Randbereiche und Kanten neigen zu Rückständen; Spiegelrückseiten vertragen keine stehende Feuchtigkeit.
Die häufigste Unklarheit in diesem Bereich betrifft nicht die Scheibe, sondern alles, was sie umgibt. Deshalb ist hier jede Position einzeln benannt.
Sie müssen nichts davon vollständig beauftragen. Wir streichen, ergänzen und takten einzelne Positionen unterschiedlich, bis das Verzeichnis zu Ihrem Objekt und Ihrem Budget passt. Das Ergebnis wird Vertragsbestandteil und ist damit auch die Grundlage, an der Sie uns messen.
Das Reinwasserverfahren mit entmineralisiertem Wasser ist vor allem außen interessant: Es trocknet rückstandsfrei ab und macht Nachwischen an schwer erreichbaren Stellen überflüssig.
Abgerechnet wird hier nach Element oder Quadratmeter. Die Spanne entsteht fast vollständig über die Zugangssituation.
| Bauteil | Umfang | Richtwert je Durchgang |
|---|---|---|
| Fensterelement bis 1,5 m², vom Boden | Scheibe innen und außen | ab 4,50 bis 7,00 Euro je Element |
| Fensterelement mit Rahmen und Falz | vollständig | ab 7,50 bis 11,00 Euro je Element |
| Glastrennwand im Büro | beidseitig | ab 1,80 Euro pro m² |
| Schaufensterfläche | außen, monatlich | ab 2,20 Euro pro m² |
| Arbeiten über vier Meter | mit Teleskopsystem | ab 3,80 Euro pro m² |
| Einsatz mit Hubsteiger | zuzüglich Gerätekosten | ab 480 Euro pro Tag |
Alle Angaben sind Richtwerte netto zuzüglich Umsatzsteuer, ermittelt aus abgeschlossenen Potsdamer Objekten vergleichbarer Größe. Ein verbindlicher Preis entsteht erst nach der Begehung, weil Zuschnitt, Zugang und Zustand der Fläche den Aufwand stärker bestimmen als die Quadratmeterzahl.
Nicht die Quadratmeterzahl entscheidet, sondern die Zahl der einzelnen Scheiben und die Erreichbarkeit. Zwanzig kleine Sprossenfelder dauern länger als eine große Schaufensterscheibe gleicher Gesamtfläche.
Hinzu kommen Zugangsbedingungen: Eine Scheibe über einem Treppenlauf oder hinter fest verbauten Möbeln kostet ein Vielfaches der frei stehenden Fläche.
Gearbeitet wird mit Einwascher und Abzug, nicht mit Sprühflasche und Tuch. Der Grund ist einfach: Ein Tuch verteilt den gelösten Schmutz auf der Fläche, ein Abzug nimmt ihn mit der Wasserschicht auf. Sichtbar wird der Unterschied erst bei tiefstehender Sonne, also genau dann, wenn es auffällt.
An erhöhten Flächen richten wir uns nach den Vorgaben der TRBS 2121 zur Absturzsicherung. Ohne gesicherten Stand oder geeignete Zugangstechnik wird eine Fläche nicht bearbeitet, auch nicht auf Wunsch. Das ist keine Vorsicht, sondern Bedingung für den Versicherungsschutz.
Erkannte Schäden an Dichtungen, Beschlägen oder Beschichtungen melden wir schriftlich, statt sie beim nächsten Durchgang erneut zu überarbeiten. Das ist für Eigentümer oft der wertvollere Teil der Leistung.
Nicht enthalten sind Arbeiten, die Gerüst oder Hubsteiger erfordern, das Entfernen von Farbe, Silikon oder Bauschutzfolie, die Beseitigung von Kratzern und Korrosionsspuren im Glas sowie das Öffnen fest verbauter oder verriegelter Elemente.
Weil Regenwasser Mineralien aus Rahmen und Fassade löst und auf der Scheibe hinterlässt. Das ist kein Reinigungsfehler, sondern ein Hinweis auf den Standort – entscheidend ist dann das Intervall.
Innenverglasung meist vierteljährlich, Eingangs- und Schaufensterbereiche deutlich häufiger, teilweise wöchentlich. Ausschlaggebend ist Kontakt, nicht Fläche.
Ja, aber ohne Klinge und ohne scheuernde Mittel. Bei unbekannten Beschichtungen prüfen wir an einer Kante, bevor die Gesamtfläche bearbeitet wird.
Fenster-, Rahmen- und Fassadenpositionen werden meist gemeinsam terminiert.