Module betreten
Trittbelastung erzeugt Mikrorisse in den Zellen. Der Schaden ist optisch nicht erkennbar und mindert den Ertrag dauerhaft.
Bei Solarmodulen ist die Reinigung eine Ertragsfrage, keine Optikfrage. Entscheidend ist nicht, ob die Fläche glänzt, sondern ob Verschattung durch Ablagerungen die Leistung messbar drückt, und ob die Arbeit ohne Schäden an Glas und Beschichtung erfolgt.
Modulglas hat eine Antireflexbeschichtung, die die Lichtdurchlässigkeit erhöht. Sie ist empfindlich gegenüber scheuernder Mechanik und gegenüber Reinigungsmitteln, die einen Film hinterlassen.
Normales Leitungswasser hinterlässt beim Trocknen Kalkflecken, die selbst wie eine Teilverschattung wirken. Entmineralisiertes Wasser trocknet rückstandsfrei ab, weshalb es ohne Chemie und ohne Nachtrocknen auskommt.
Gearbeitet wird mit weicher Bürste am Teleskopstiel vom Rand oder vom Boden aus. Die Modulfläche wird dabei nicht betreten, weil Trittbelastung feine Risse in den Zellen erzeugen kann, die von außen unsichtbar bleiben und den Ertrag dauerhaft mindern.
Trittbelastung erzeugt Mikrorisse in den Zellen. Der Schaden ist optisch nicht erkennbar und mindert den Ertrag dauerhaft.
Hoher Druck kann die Moduldichtung und die Rahmenverklebung beschädigen und Feuchtigkeit eindringen lassen.
Reinigungsmittel hinterlassen Filme, die als Teilverschattung wirken, und können die Antireflexbeschichtung angreifen.
Kaltes Wasser auf ein von der Sonne aufgeheiztes Modul kann das Glas belasten. Gearbeitet wird deshalb früh morgens oder bei bedecktem Himmel.
Der Bedarf hängt fast vollständig vom Umfeld ab, nicht vom Alter der Anlage.
| Umfeld | typischer Abstand | Hauptursache |
|---|---|---|
| Freifläche im Umland | alle 2 bis 3 Jahre | Staub, Pollen, Vogelkot |
| Dach in Baumnähe | jährlich | Laub, Harz, Vogelkot |
| Landwirtschaftliches Umfeld | jährlich | Staubeintrag aus Feldarbeit |
| Gewerbedach an Verkehrsachse | alle 1 bis 2 Jahre | Ruß und Feinstaub |
| Flachdach unter 10 Grad | jährlich | kaum Selbstreinigung durch Regen |
| Steildach über 30 Grad | alle 3 bis 4 Jahre | gute Selbstreinigung |
Teilverschattung ist der Grund, warum bereits geringe Verschmutzung wirkt: In vielen Verschaltungen zieht eine verschattete Zelle den Ertrag ihres gesamten Strangs nach unten, weshalb ein schmaler Schmutzstreifen an der Modulunterkante mehr kostet als eine gleichmäßig dünne Staubschicht.
Wir führen keine elektrischen Arbeiten, keine Prüfung der Anlage, keine Thermografie, keine Montage- oder Reparaturarbeiten und keine Arbeiten an Wechselrichtern durch. Das Freischalten der Anlage veranlasst der Betreiber. Defekte Module, lose Klemmen oder beschädigte Kabel melden wir, beheben sie aber nicht.
Das entscheidet der Betreiber nach den Vorgaben der Anlage. Wir stimmen den Termin entsprechend ab.
Das hängt vom Ausgangszustand ab und lässt sich seriös nur über den Vorher-nachher-Vergleich Ihrer Ertragsdaten sagen. Pauschale Prozentversprechen geben wir nicht ab.
Ja, sofern eine geeignete Absturzsicherung vorhanden ist oder gestellt werden kann. Ohne gesicherten Zugang führen wir keine Dacharbeiten aus.
Modul-, Glas- und Fassadenarbeiten lassen sich bei vorhandenem Zugang gemeinsam terminieren.