Eine Grundreinigung ist kein besonders gründlicher Putztag, sondern ein anderes Verfahren. Sie entfernt Schichten, die sich der täglichen Pflege systematisch entziehen – und setzt den Ausgangszustand zurück, von dem aus der Turnus wieder trägt.
Das deutlichste Zeichen ist ein Boden, der direkt nach dem Wischen wieder stumpf wirkt. Dann liegt keine lose Verschmutzung mehr vor, sondern eine gebundene Schicht aus Pflegemittelrückständen, Schuhabrieb und Feinstaub.
Weitere Anzeichen: dunkle Ränder entlang der Sockelleisten, Laufstraßen in der Mitte des Raums, glänzende Stellen unter Möbeln bei matter Restfläche. Hier hilft keine Erhöhung des Turnus, sondern nur ein Abtrag.
Der Unterschied ist nicht Gründlichkeit, sondern Wirktiefe.
Mobiliar zur Seite, Sockel und Anschlüsse abdecken.
Grundreiniger aufbringen und die Zeit tatsächlich abwarten.
Pad oder Bürste passend zum Belag, Schmutzflotte vollständig aufnehmen.
Klarspülgang gegen Rückstände, danach vollständige Trocknung.
Die Neutralspülung wird am häufigsten weggelassen und ist der Grund, warum eine Fläche nach der Grundreinigung schneller wieder verschmutzt als vorher: Rückstände binden neuen Schmutz.
Eine Grundreinigung braucht ein Objekt, das mehrere Stunden nicht betreten wird. Wird zu früh wieder gelaufen, entstehen Abdrücke in der noch feuchten oder frisch beschichteten Fläche.
Deshalb planen wir sie in Betriebsruhen: Wochenenden, Brückentage, Schul- oder Betriebsferien. In Potsdamer Schulobjekten sind die Sommerferien das Standardfenster, in Büros meist die Zeit zwischen den Jahren.
Nicht behebbar sind mechanische Kratzer, Materialermüdung, verblasste Farben und Schäden im Belag selbst. Auch Möbelmontage, Bodenverlegung und Fugensanierung gehören nicht dazu. Ob eine Beschichtung sinnvoll ist, entscheiden wir erst nach dem Abtrag.
Bei normal belasteten Büroflächen etwa jährlich, in stark frequentierten Eingangs- und Verkaufsbereichen zwei- bis dreimal jährlich. Der beste Indikator bleibt das Erscheinungsbild direkt nach dem Wischen.
Nur wenn der Belag es verträgt und Sie die Folgepflege mittragen wollen. Eine Beschichtung schützt, erzeugt aber einen eigenen Pflegezyklus.
Ohne Beschichtung meist einige Stunden, mit Beschichtung je nach Produkt bis zu einem Tag. Wir nennen das Zeitfenster vor dem Termin verbindlich.
Boden- und Pflegepositionen bauen unmittelbar auf dem Ergebnis auf.