Mattierung durch Säure
Der klassische Schaden an Marmor. Die Fläche wird stumpf und lässt sich nur durch fachliches Nachschleifen wiederherstellen.
Ein einziger saurer Reiniger genügt, um eine Marmorfläche dauerhaft zu mattieren. Der Schaden ist nicht polierbar und betrifft genau die Flächen, die in Potsdamer Altbauten besonders häufig vorkommen.
Kalkhaltige Gesteine wie Marmor, Travertin und Kalkstein lösen sich bei Kontakt mit Säure chemisch an. Der Glanz geht verloren, die Oberfläche wird rau und nimmt danach schneller Schmutz auf. Essig-, Zitronen- und viele Sanitärreiniger sind deshalb tabu.
Silikatische Gesteine wie Granit und Gneis sind unempfindlicher, aber oft poröser als sie aussehen. Hier ist die Gefahr weniger die Säure als die Aufnahme von Öl, Fett und Farbstoffen tief in die Struktur.
Alle vier entstehen durch Behandlung, nicht durch Nutzung.
Der klassische Schaden an Marmor. Die Fläche wird stumpf und lässt sich nur durch fachliches Nachschleifen wiederherstellen.
Bei porösen Gesteinen zieht Öl in die Tiefe. Nur eine Kompressenbehandlung mit Zugpaste holt es wieder heraus, und das braucht Zeit.
Weißliche Salzränder aus dem Untergrund, häufig bei Feuchtigkeit von unten. Wiederholtes Nasswischen verstärkt das Problem eher.
Im Winter eingetragener Splitt wirkt wie Schleifpapier. Schmutzfangzonen an den Eingängen sind hier die wirksamste Maßnahme.
Eine Imprägnierung verschließt die Poren nicht vollständig, sondern verzögert das Eindringen von Flüssigkeit – sie verschafft Zeit zum Aufnehmen, ersetzt aber keine zügige Reaktion auf Verschüttetes.
In der historischen Innenstadt, der Berliner und Nauener Vorstadt treffen wir regelmäßig auf Sandsteinsockel, Marmortreppen und Terrazzo in Eingangshallen. Diese Flächen sind oft über hundert Jahre alt und entsprechend empfindlich gegenüber modernen Reinigungsmitteln.
Bei denkmalgeschützter Substanz stimmen wir das Vorgehen vorab ab und beschränken uns im Zweifel auf das mildeste wirksame Verfahren.
Nachschleifen, Polieren beschädigter Oberflächen, Kristallisation, Rissverfüllung, Fugenerneuerung und Steinergänzung sind Steinmetz- beziehungsweise Steinrestaurierungsleistungen. Bei geschützter Substanz führen wir keine Maßnahme ohne Abstimmung mit der zuständigen Stelle durch.
Ein Tropfen verdünnte Säure an unauffälliger Stelle schäumt auf kalkhaltigem Material. Da dieser Test selbst eine kleine Beschädigung hinterlässt, führen wir ihn nur dort durch, wo er nicht sichtbar ist.
Sie verschafft Zeit, um Verschüttetes aufzunehmen, bevor es eindringt. Vollständigen Schutz bietet sie nicht und muss je nach Belastung alle paar Jahre erneuert werden.
Oft ja, aber nur über eine Kompressenbehandlung, die mehrere Durchgänge und jeweils Stunden bis Tage benötigt. Ein vollständiges Verschwinden lässt sich nicht garantieren.
Häufig kombiniert mit Treppenhaus- und Steinflächenpflege im selben Objekt.