Eingang und Empfang
Erste sichtbare Fläche des Hauses, stark witterungsabhängig. Schmutzfangzonen bestimmen hier, wie viel Schmutz überhaupt ins Gebäude gelangt.
Ein Gebäude besteht aus Flächen mit sehr unterschiedlicher Belastung – und genau daran scheitern pauschale Reinigungsverträge. Wir gliedern Ihr Objekt in Nutzungszonen und legen für jede Zone eigene Leistungstiefe, Häufigkeit und Prüfpunkte fest.
Eine Eingangshalle mit Publikumsverkehr, ein Technikraum und ein selten betretener Archivflur verursachen völlig verschiedenen Aufwand. Wird nur die Gesamtfläche kalkuliert, subventioniert die selten genutzte Fläche die stark belastete – bis das Ergebnis dort sichtbar nachlässt.
Wir nehmen das Objekt deshalb zonenweise auf: Bodenbelag, Frequenz, Verschmutzungsart und Zugänglichkeit je Bereich. Daraus entsteht eine Leistungsbeschreibung, die Sie Position für Position nachrechnen können.
In einem Gesamtauftrag stecken mehrere Teilleistungen mit eigenem Rhythmus. Die folgende Gliederung macht sichtbar, was sonst hinter einer Sammelposition verschwindet.
Sie müssen nichts davon vollständig beauftragen. Wir streichen, ergänzen und takten einzelne Positionen unterschiedlich, bis das Verzeichnis zu Ihrem Objekt und Ihrem Budget passt. Das Ergebnis wird Vertragsbestandteil und ist damit auch die Grundlage, an der Sie uns messen.
Jede dieser Gruppen bekommt eigene Arbeitsmittel, eine eigene Reihenfolge und einen eigenen Turnus.
Erste sichtbare Fläche des Hauses, stark witterungsabhängig. Schmutzfangzonen bestimmen hier, wie viel Schmutz überhaupt ins Gebäude gelangt.
Flure, Podeste und Handläufe werden nach Laufrichtung bearbeitet, damit gereinigte Abschnitte nicht erneut begangen werden.
Hier zählt die Abstimmung mit dem Betrieb stärker als die reine Fläche – Reinigung findet vor, nach oder zwischen Nutzungszeiten statt.
Eigene Tuchsystematik, eigene Geräte und ein Turnus, der sich an der Nutzerzahl statt an der Raumgröße orientiert.
Lager, Putzräume, Technikzentralen: seltener, dafür mit klarer Absprache über Freigabe und Zutritt.
Eingangspodest, Müllstandort und Zuwegung werden mitgeplant, weil sie den Innenbereich direkt beeinflussen.
Beispielhafte Struktur – die tatsächliche Matrix entsteht bei der Begehung.
| Bereich | Laufende Pflege | Periodisch | Prüfpunkt |
|---|---|---|---|
| Eingang / Windfang | arbeitstäglich | Schmutzfangmatte intensiv | Rückstände bei Nässe |
| Treppenhaus | 2–3× wöchentlich | Geländer und Sockel | Grifffläche Handlauf |
| Büro- und Besprechungsräume | 1–3× wöchentlich | Fensterinnenseiten | Schreibtischumfeld frei |
| Sanitärbereiche | arbeitstäglich | Kalkentfernung Armaturen | Spender gefüllt |
| Keller und Technik | monatlich | Grundreinigung jährlich | Freigabe dokumentiert |
Wir gehen das Haus mit Ihnen ab und notieren Zonen, Beläge und Engstellen.
Jede Position wird einzeln beschrieben, inklusive der Arbeiten, die nicht enthalten sind.
Revierbildung, Schlüsselübergabe, Einweisung des Teams direkt im Objekt.
Feste Ansprechpartner, dokumentierte Sichtkontrollen, Anpassung bei geänderter Nutzung.
Diese sechs Begriffe entscheiden darüber, ob später über Umfang gestritten wird. Wer sie vor Vertragsbeginn konkret beschreibt, braucht im laufenden Betrieb deutlich seltener Nachverhandlungen.
Gesamtaufträge werden nicht sinnvoll über einen einzigen Quadratmeterpreis abgebildet. Die folgenden Werte zeigen typische Monatsbeträge nach Objekttyp.
| Objekt | Einbezogene Bereiche | Richtwert pro Monat |
|---|---|---|
| Wohnhaus 14 Parteien | Treppenhaus, Eingang, Müllplatz, Hof | ab 260 bis 390 Euro |
| Gewerbeobjekt 800 m² | Innenflächen komplett, zweimal wöchentlich | ab 1.700 bis 2.400 Euro |
| Ärztehaus mit 5 Einheiten | Gemeinschaftsflächen werktäglich | ab 1.200 bis 1.800 Euro |
| Verwaltungsgebäude 2.000 m² | Innen werktäglich, Außen wöchentlich | ab 4.200 Euro |
| Zusatz Außenflächen | Hof, Zuwegung, Müllplatz | ab 120 Euro pro Monat |
| Zusatz Winterdienst | Saisonpauschale je Objekt | ab 480 Euro pro Saison |
Alle Angaben sind Richtwerte netto zuzüglich Umsatzsteuer, ermittelt aus abgeschlossenen Potsdamer Objekten vergleichbarer Größe. Ein verbindlicher Preis entsteht erst nach der Begehung, weil Zuschnitt, Zugang und Zustand der Fläche den Aufwand stärker bestimmen als die Quadratmeterzahl.
In der historischen Innenstadt und den Vorstädten treffen wir häufig auf denkmalgeschützte Treppenhäuser, alte Natursteinsockel und Holzdielen. Dort ist nicht die Fläche der Kostentreiber, sondern die Materialverträglichkeit der eingesetzten Mittel.
In Neubauquartieren wie Bornstedter Feld oder Kirchsteigfeld dominieren dagegen große, einheitliche Beläge – da entscheidet die Maschinenwahl über die Wirtschaftlichkeit.
Je größer der Auftrag, desto wichtiger ist die Frage, was bei Ausfall passiert. Wir arbeiten mit festem Stammpersonal und einer namentlich benannten Vertretung je Objekt, sodass Urlaub und Krankheit nicht zu einer unversorgten Liegenschaft führen.
Für Eigentümer und Verwaltungen zählt außerdem die Nachvollziehbarkeit in der Abrechnung. Laufende und einmalige Positionen weisen wir getrennt aus, weil das für die Umlage über die Betriebskosten den Unterschied macht und in der Eigentümerversammlung erklärbar sein muss.
Zutritt und Schlüssel werden protokolliert, Schlüssel neutral nummeriert und ohne Adressbezug geführt. Bei Verlust greift die vereinbarte Regelung unverzüglich, statt erst geklärt zu werden.
Höhenarbeiten mit Hubsteiger, Beseitigung von Wasser- oder Brandschäden, Entrümpelung, das Nachfüllen von durch Sie gestelltem Verbrauchsmaterial sowie Arbeiten in nicht freigegebenen Technikbereichen sind nicht Teil der laufenden Pflege. Wir kalkulieren sie auf Wunsch als eigene Position – aber nie stillschweigend.
Ja. Wir führen je Objekt ein eigenes Leistungsverzeichnis, bündeln aber Ansprechpartner, Rückmeldung und Abrechnung. Das ist besonders für Verwaltungen mit verstreuten Liegenschaften sinnvoll.
Zieht ein Mieter aus oder kommt eine Fläche hinzu, passen wir die betroffene Zone an, statt den gesamten Vertrag neu aufzusetzen. Änderungen werden schriftlich festgehalten, damit die Abrechnung nachvollziehbar bleibt.
Über vorab vereinbarte Prüfpunkte je Zone – zum Beispiel Handlauf, Spiegel, Sockelleiste, Mattenbereich. Bewertet wird der vereinbarte Zielzustand, nicht ein subjektiver Gesamteindruck.
Diese Leistungen werden häufig als periodische Positionen in denselben Objektplan aufgenommen.