Trockener Siphon im Bodenablauf
Wird selten benutzt und trocknet aus, dann steigt Kanalgeruch auf. Regelmäßiges Nachfüllen mit Wasser löst das Problem.
Sanitärbereiche werden nach Geruch beurteilt, nicht nach Glanz. Und Geruch entsteht fast immer an denselben drei Stellen: am Bodenablauf, hinter dem WC und an der Fuge zwischen Keramik und Boden.
Ein Waschraum mit vier Kabinen und 300 täglichen Nutzungen braucht ein Vielfaches der Aufmerksamkeit eines gleich großen Raums mit 20 Nutzungen. Die Fläche ist identisch, der Aufwand nicht annähernd.
Wir kalkulieren deshalb über Objektzahl und geschätzte Nutzung. Daraus ergibt sich, ob ein Einsatz pro Tag genügt oder ob eine Zwischenkontrolle nötig ist, um den Zustand über den Tag zu halten.
Abfall entfernen, Spender prüfen, groben Schmutz aufnehmen.
Spiegel, Ablagen, Waschbecken, Armaturen, dann erst Keramik.
WC und Urinal zuletzt und ausschließlich mit dediziertem Tuch.
Ablauf und Randfugen zuletzt, damit nichts erneut betreten wird.
Gerade hier entstehen Beschwerden an Stellen, die in Kurzangeboten gar nicht benannt sind. Deshalb die vollständige Aufstellung.
Sie müssen nichts davon vollständig beauftragen. Wir streichen, ergänzen und takten einzelne Positionen unterschiedlich, bis das Verzeichnis zu Ihrem Objekt und Ihrem Budget passt. Das Ergebnis wird Vertragsbestandteil und ist damit auch die Grundlage, an der Sie uns messen.
Wird an diesen Stellen nicht gearbeitet, hilft auch ein Duftspender nicht dauerhaft.
Wird selten benutzt und trocknet aus, dann steigt Kanalgeruch auf. Regelmäßiges Nachfüllen mit Wasser löst das Problem.
Sammelt Urinstein, ist mit dem Wischer nicht erreichbar und braucht gelegentliche Handarbeit.
Ablagerungen bilden sich innen. Ohne periodische Behandlung wird der Geruch mit der Zeit dauerhaft.
Vor allem in Damenwaschräumen die häufigste unterschätzte Quelle. Geschlossene Behälter mit festem Wechselintervall wirken sofort.
Die Sanitärgrundreinigung ist eine eigene periodische Position: Sie entfernt Ablagerungen, die im täglichen Turnus systematisch nicht erreicht werden.
Kalkuliert wird hier über die Anzahl der Einheiten und die Nutzerzahl, weil die Fläche in Waschräumen wenig über den Aufwand aussagt.
| Umfang | Takt | Richtwert |
|---|---|---|
| 2 Einheiten, bis 20 Nutzer | einmal werktäglich | ab 290 bis 420 Euro pro Monat |
| 4 Einheiten, bis 60 Nutzer | einmal werktäglich | ab 560 bis 780 Euro pro Monat |
| 4 Einheiten, Publikumsverkehr | zweimal werktäglich | ab 1.050 bis 1.450 Euro pro Monat |
| Kontrollgang ohne Vollreinigung | zusätzlich je Gang | ab 18 bis 28 Euro |
| Intensive Kalkentfernung | einmalig je Einheit | ab 85 Euro |
| Verbrauchsmaterial | Papier, Seife, Beutel | ab 1,10 Euro je Nutzer und Monat |
Alle Angaben sind Richtwerte netto zuzüglich Umsatzsteuer, ermittelt aus abgeschlossenen Potsdamer Objekten vergleichbarer Größe. Ein verbindlicher Preis entsteht erst nach der Begehung, weil Zuschnitt, Zugang und Zustand der Fläche den Aufwand stärker bestimmen als die Quadratmeterzahl.
Ein zweiter Durchgang mit demselben Tuch verschlechtert das Ergebnis, statt es zu verbessern. Wir arbeiten deshalb mit farbcodierten Textilien, getrennt nach Keramik, Flächen und Boden, und mit einem Wechsel nach Objekt statt nach Einschätzung vor Ort.
Die eingesetzte Chemie wird nach Material und Aufgabe ausgewählt, nicht nach Gewohnheit. Saure Produkte lösen Kalk, greifen aber Naturstein und einige Fugen an; das ist der häufigste Weg, auf dem in Waschräumen dauerhafte Schäden entstehen. Umgang, Kennzeichnung und Lagerung richten sich nach der Gefahrstoffverordnung.
Wo Waschräume Teil der Arbeitsstätte sind, orientieren wir uns zusätzlich an den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung an Sanitär- und Pausenräume, weil diese den Maßstab für den geschuldeten Zustand vorgibt.
Rohrreinigung, Behebung von Verstopfungen, Austausch von Spendern und Armaturen, Fugensanierung sowie die Entkalkung von Anlagentechnik sind Handwerksleistungen. Wir melden Auffälligkeiten, führen die Instandsetzung aber nicht durch.
Meist wegen einer Quelle, die der Tagesturnus nicht erreicht: trockener Siphon, Urinstein in der Fuge oder Ablagerungen im Urinalzulauf. Dafür braucht es eine periodische Grundreinigung.
Auf Wunsch wir, bei jedem Einsatz. Dann sollte geregelt sein, wer das Material beschafft und wo der Vorrat gelagert ist.
Ab etwa 150 Nutzungen pro Tag deutlich spürbar. Ein kurzer Kontrollgang am Mittag kostet wenig und verhindert den Zustand, der nachmittags zu Beschwerden führt.
Boden- und Desinfektionspositionen greifen hier direkt ineinander.