Offene Arbeitsfläche
Tische, Stühle, Steckdosenleisten und Bodenzone – täglicher Neutralzustand zum Öffnen.
Coworking-Flächen werden nicht von einem Betrieb genutzt, sondern von vielen Einzelnen ohne gemeinsame Hausordnung. Das verschiebt den Aufwand weg von den Schreibtischen hin zu Küche, Telefonboxen und Sanitärbereichen.
Im klassischen Büro trägt jede Person eine gewisse Verantwortung für den eigenen Platz. In einer offenen Fläche mit Tages- und Monatsmitgliedschaften fehlt dieser Mechanismus – niemand fühlt sich für die Kaffeetasse im Spülbecken zuständig.
Deshalb liegt der Schwerpunkt auf Gemeinschaftsflächen: Küche, Spülbereich, Telefonboxen, Sitzlounges und Sanitärbereiche brauchen in der Regel mehrfach täglich einen kurzen Durchgang, während die Schreibtische selbst einmal täglich genügen.
Der frühe und der mittägliche Durchgang machen den größten Unterschied in der Wahrnehmung der Mitglieder.
| Zeitpunkt | Schwerpunkt | Dauer (Richtwert) |
|---|---|---|
| Vor Öffnung | Tischflächen neutralisieren, Böden, Sanitär vorbereiten | 60–90 Minuten |
| Mittag | Küche, Spülbereich, Müll, Sanitärkontrolle | 30–45 Minuten |
| Nachmittag | Telefonboxen, Lounge, Meetingräume nach Belegung | 20–30 Minuten |
| Nach Schließung | Vollständiger Durchgang inklusive Böden und Glas | 90–120 Minuten |
Jeder Bereich hat einen eigenen Belastungsrhythmus, der sich am Buchungsverhalten orientiert.
Tische, Stühle, Steckdosenleisten und Bodenzone – täglicher Neutralzustand zum Öffnen.
Der Hauptaufwand: Spülbereich, Kaffeemaschine, Kühlschrank, Mülltrennung, Fronten und Arbeitsplatten.
Kleine geschlossene Räume mit Polstern und Glas – Geruchsbildung und Fingerspuren sind hier die Hauptthemen.
Belegungsabhängig, nach Veranstaltungen mit deutlich erhöhtem Aufwand.
Höhere Frequenz als im Büro, da die Nutzerzahl über den Tag stark schwankt.
Der Eventnachlauf wird am häufigsten vergessen: Eine Abendveranstaltung verschiebt den Aufwand des Folgetags erheblich und sollte als eigene, abrufbare Position geführt werden.
Rückmeldungen in Coworking-Spaces betreffen fast ausschließlich drei Dinge: ein volles Spülbecken, ein überfüllter Mülleimer und ein Sanitärbereich ohne Papier. Keines davon hat mit Gründlichkeit zu tun, alle drei mit der Zahl der Durchgänge.
Das Ein- und Ausräumen der Spülmaschine, das Auffüllen von Getränken und Snacks, der Aufbau von Bestuhlung für Veranstaltungen sowie die Reinigung nach Abendevents sind eigene Positionen. Persönliche Gegenstände aus Schließfächern bleiben unberührt.
Ab etwa 40 aktiven Arbeitsplätzen meist ja. Kurze Durchgänge in Küche und Sanitär während des Betriebs ersparen den intensiven Abendeinsatz und werden von Mitgliedern direkt wahrgenommen.
Das ist Vereinbarungssache. Viele Betreiber lassen es bewusst durch uns erledigen, weil die Selbstverpflichtung der Mitglieder erfahrungsgemäß nicht trägt.
Als abrufbare Zusatzposition mit Pauschale je Veranstaltung, abhängig von Fläche und Bestuhlung. So bleibt der Grundvertrag unverändert.
Polster-, Glas- und Küchenpositionen fallen im Coworking überdurchschnittlich häufig an.