Zu viel Pflegemittel
Ein Film, der nicht abgetragen wird, baut sich auf, vergraut und bindet Schmutz. Weniger Pflege ist hier häufig mehr.
Es gibt keine allgemeingültige Bodenreinigung – es gibt nur die richtige Behandlung für den vorhandenen Belag. Linoleum, PVC, Feinsteinzeug, Estrich und Parkett reagieren auf dasselbe Mittel völlig unterschiedlich.
Drei Größen legen wir für jeden Boden fest: den pH-Wert des Reinigers, die mechanische Einwirkung über Pad oder Bürste und die Wassermenge. Falsch kombiniert, führt das zu Mattierung, Quellung oder dauerhaften Rückständen.
Linoleum verträgt keine stark alkalischen Mittel, Parkett keine stehende Feuchtigkeit, Feinsteinzeug keine filmbildenden Pflegemittel. Wir dokumentieren die Zuordnung im Objektplan, damit sie auch bei Vertretung eingehalten wird.
Die häufigsten Beläge in Potsdamer Gewerbeobjekten und ihre wichtigste Einschränkung.
| Belag | Geeignetes Verfahren | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|
| Linoleum | nebelfeucht, pH-neutral bis leicht alkalisch | keine starken Alkalien, keine Nässe |
| PVC und Vinyl | feucht, maschinell möglich | Pflegefilm kann vergrauen |
| Feinsteinzeug | feucht, auch alkalisch | keine filmbildenden Pflegemittel |
| Naturstein | pH-neutral | keine sauren Reiniger |
| Parkett und Kork | nebelfeucht | keine stehende Feuchtigkeit |
| Beschichteter Estrich | feucht, maschinell | Beschichtung auf Verschleiß prüfen |
Diese vier Punkte erklären die meisten unzufriedenen Bodenflächen.
Ein Film, der nicht abgetragen wird, baut sich auf, vergraut und bindet Schmutz. Weniger Pflege ist hier häufig mehr.
Wird mit gesättigtem Wasser gearbeitet, wird Schmutz verteilt statt aufgenommen. Der Wechselrhythmus entscheidet über das Ergebnis.
Maschinen erreichen Sockel und Ecken nicht. Ohne Handarbeit entsteht der typische dunkle Rahmen um die saubere Fläche.
In Küchen und Nassbereichen kann ein Pflegefilm die Rutschhemmung aufheben – ein Sicherheitsthema, kein optisches.
Padhärte und pH-Wert gehören immer zusammen betrachtet: Ein zu hartes Pad kann den Belag auch dann schädigen, wenn der Reiniger korrekt gewählt wurde.
Kratzer, Dellen, aufgequollene Kanten und Verfärbungen im Material lassen sich durch Reinigung nicht beheben. Verlegung, Fugensanierung, Versiegelung als Bauleistung und das Verschieben schwerer Einrichtung gehören nicht zum Umfang.
Meist durch aufgebauten Pflegemittelfilm in Verbindung mit Feinstaub. Eine Grundreinigung entfernt die Schicht; danach sollte die Pflegemittelmenge reduziert werden.
Ab etwa 200 zusammenhängenden Quadratmetern ist die Maschine klar überlegen. Randzonen und Kleinflächen bleiben unabhängig davon Handarbeit.
Nur in Bereichen mit hohem Eintrag. In vielen Büroflächen genügt zwei- bis dreimal wöchentlich, wenn Schmutzfangzonen an den Eingängen funktionieren.
Grundreinigung und Pflege bilden mit der laufenden Reinigung einen Zyklus.